VIRTALIS VR TECHNOLOGIE FÜR ROLLS-ROYCE, DEUTSCHLAND

VIRTALIS VR TECHNOLOGIE FÜR ROLLS-ROYCE, DEUTSCHLAND

Der Einsatz des TeamCenter PLM-Systems von Siemens macht es Rolls-Royce Deutschland möglich, etliche große CAD-Modelle zu generieren. Mit dem typischen Flugtriebwerk mit 16.000 Bauteilen bis hin zu einzelnen Schrauben ist es jedoch keine leichte Aufgabe, sie immersiv und mit flüssiger Bildrate zu visualisieren.

Prof. Dr. Marius Swoboda, Head of Design Systems Engineering bei Rolls-Royce erklärte: “Wir müssen solch komplizierte und detaillierte Modelle nicht nur in 3D visualisieren, sondern auch eine intuitive Interaktion (wie z.B. die dynamische Schnittebenen) ermöglichen. Um dies zu erreichen, haben wir ein maßgeschneidertes, 8,5 Meter breites Virtalis ActiveCube-Projektions-System, bestehend aus einer geöffneten Anordnung dreier Projektionsscheiben (im Winkel von je 130°) und einer Bodenprojektionsfläche – damit erreichen wir eine verbesserte Kommunikation aller VR-Session Teilnehmer – sowie Lizenzen der Developer Version der Virtalis Software Visionary Render im Einsatz. Langfristig erwarten wir, dass HPC-basierte Simulationen (CFD oder FEM) in Echtzeit durchgeführt werden können.“

Virtalis hat den ActiveCube so konzipiert, dass er den verfügbaren Platz im Gebäude von Rolls-Royce Deutschland optimal ausnutzt. Seit Inbetriebnahme der Anlage haben nicht nur viele Mitarbeiter des Unternehmens das System genutzt, sondern konnte auch vielen Besuchern darunter Politiker, Zulieferer, Kunden und gemeinsame Projektbeteiligte, demonstriert werden.

Stephan Rogge, Entwicklungsingenieur bei Rolls-Royce Deutschland sagte: “Wir nutzen Visionary Render und unseren ActiveCube vor allem, um neue Ansätze für Design und Fertigung zu testen. Wir verwenden zum Beispiel Virtual Reality (VR), um unsere digitale Produktdefinition zu visualisieren und prüfen, ob alles passt, wie es sollte. Durch das offene Design des VR-Systems können wir auf Basis dieser Visualisierungen interdisziplinäre Review-Sessions durchführen. Wir arbeiten auch mit akademischen Partnern wie der BTU Cottbus zusammen, um neue Ideen zu entwickeln, und diese Technologie voranzubringen.”

Nach Überprüfung des Marktes für VR-Visualisierungssoftware entschied sich Rolls-Royce Deutschland, wie auch die Kollegen in Großbritannien, für Virtalis’ Visionary Render, da es eines der wenigen Systeme ist, das einen kompletten Motormodell-Datensatz laden kann, komplexe Geometrien, inklusive Schnittebenen bewältigt, und eine flexible Entwicklungsplattform darstellt. “Ich mag die Art und Weise, wie wir unsere Engine-Modelle durch das Hinzufügen von LUA-Skripten mit Interaktivität bereichern können”, sagte Rogge. “Unser VR-System in Verbindung mit Visionary Render ist so intuitiv zu bedienen, dass jeder Anwender das System in nur 5 Minuten starten kann – vom Stand-By Modus bis zur geladenen Engine. Die BTU Cottbus bietet uns indes noch mehr Möglichkeiten, damit wir unsere Simulationsergebnisse mit unseren CAD-Geometrien in Echtzeit zusammenführen können. “

Das Team von Rolls-Royce Deutschland glaubt an das Potential von VR, berücksichtigt dabei aber auch die unterschiedlichen Anwendungsfälle und betreibt daher zwei HMD-basierte Systeme, die Virtalis ActiveDesks, zusätzlich zum ActiveCube. “Ich sehe VR als einen multidisziplinären Inkubator von Ideen”, erklärte Swoboda. “Unsere Ingenieure entwickeln mehr Ideen als zuvor nur in 2D, da sie deutlich sehen können, welche Probleme es gibt und was getan werden muss, um sie zu lösen. Sie müssen hierfür keine IT-Kenntnisse haben, da sie intuitiv mit der Visualisierung arbeiten können, wie z.B. physisch um das Modell herumgehen und auf ein Element zeigen und es verschieben, um Änderungen vorzunehmen”. 

Infolgedessen integrieren wir Visionary Render in unsere Geschäftsprozesse, einschließlich Produkteinarbeitung, Fabrikplanung und der Erstellung von Montageanweisungen für Monteure.

In einem kürzlich durchgeführten, wichtigen Forschungsprojekt identifizierte das Team mittels VR Zusammenstöße zwischen einem Bauteil und einem Werkzeug, bevor eines dieser Teile hergestellt worden war. Da die Änderungen zur Beseitigung des Problems virtuell vorgenommen wurden, konnte Zeit und Geld gespart werden.

Prof. Dr. Christian Hentschel, Leiter des Lehrstuhls für Medientechnik an der Technischen Universität Brandenburg der BTU Cottbus, sagte: “Wir helfen Rolls-Royce Deutschland dabei, die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine durch Gesten, Position und Sprache zu verbessern – für eine intuitive virtuelle Interaktion. Wir sind derzeit in mehreren spannenden Forschungsprojekten mit Rolls-Royce involviert, um neue Methoden zur Visualisierung von Simulationen und geometrischen Daten zu entwickeln, die alle die VR-Technologie von Virtalis nutzen. “

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