Virtalis ActiveCube und Visionary Render für Die Beuth Hochschule für Technik, Berlin

Virtalis ActiveCube und Visionary Render für Die Beuth Hochschule für Technik, Berlin

Die Beuth Hochschule für Technik, Berlin hat kürzlich ein Virtalis ActiveCube Display System, zwei ActiveDesks (Z-Spaces) und ein Virtalis’ Visionary Render VR Software-Paket erworben.

Um die Finanzierung dieser Virtual Reality-Technologie zu ermöglichen, hat der Fachbereich für Maschinenbau ein wettbewerbsfähiges Angebot an der Hochschule eingereicht, welches als eines von vier weiteren Projekten im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt wurde.

“VR für die Lehre war unser erstes Ziel”, erklärt Prof. Dr. Joachim Villwock, der beeindruckt war von einer VR-CAVE, die er an der Universität Aachen gesehen hatte. “Ich habe festgestellt, dass VR in erster Linie ein Kommunikationsinstrument ist. Einer der Hauptgründe, warum wir uns für Virtalis entschieden haben, war die einfach zu bedienende Software, die es den Studierenden ermöglicht, CAD-Modelle von Solidworks, AutoCad oder Inventor in eigene VR-Modelle umzuwandeln.”

Die Beuth Hochschule orderte einen 3-seitigen ActiveCube, bestehend aus zwei Rückprojektions- und einer Bodenaufprojektionsfläche. Die Projektion erfolgt durch drei Barco F50 Projektoren sowie ein optisches Trackingsystem von ART (Trackpack). Bei den üblichen Kursgrößen von 22 Studierenden arbeiten diese in Gruppen im ActiveCube oder an den ActiveDesks.

“Studiere die Zukunft” ist das Motto der staatlichen Beuth Hochschule für Technik, Berlin. Ansässig in der Mitte Berlins, bietet sie das größte Ingenieurwissenschaftliche Studienprogramm in Berlin und Brandenburg. Mit über 12.000 Studierenden, zählt die Beuth Hochschule zu den größten Fachhochschulen Deutschlands.

Akademiker und Studierende arbeiten eng mit Industriepartnern wie Rolls-Royce Deutschland und BSH Haushaltsgeräte GmbH zusammen, die beide bereits VR-Technologien einsetzen. Rolls-Royce Deutschland hat ebenfalls einen Virtalis ActiveCube. Professor Villwock sagt: “Nachdem wir VR im industriellen Bereich gesehen haben, wusste ich genau, nach was wir gesucht haben. Wir können mathematische Methoden anwenden, um insbesondere Strömungsprozesse zu simulieren, und diese anschließend mithilfe der vorhandenen VR-Technologie zu visualisieren.

„Wir simulieren hoch fraktalen Wasserfluss innerhalb komplexer Geometrien,“ kommentiert Pierre Sabrowski, Doktorand. „Mit Computational Fluid Dynamics (CFD) betrachten wir die Sedimentierungsprozesse im Abwasser wie auch die Strömungsdynamik in Waschmaschinen. Die Strömungsergebnisse können manchmal schwer zu verstehen sein, da die lebendige freie Oberfläche der Strömung komplizierte dreidimensionale Formen entwickeln kann. VR ermöglicht dem Betrachter, diese komplexen Fraktalfluss-Phänomene schneller zu verstehen und zu interpretieren.“ Die Projektmitarbeiter versuchen, einen Algorithmus zu entwickeln, der den Waschmaschinenbenutzern helfen soll, genau die richtige Mischung von Textilien auszuwählen, um eine optimale Waschmaschinenfüllung zu erreichen, die Ressourcen schont. Derartige Verbesserungen werden möglicherweise in zukünftige Generationen von Waschmaschinen integriert.“

Andere Abteilungen, darunter Mathematik, Informatik und Biowissenschaften werden in Kürze ihre eigenen VR-Anwendungsfälle an der Hochschule entwickeln. „Skalierbarkeit ist in allen Fachrichtungen sehr wichtig. Mit VR analysieren wir, wie gut eine Baugruppe entworfen wurde. In der Biowissenschaft ermöglicht VR dem Benutzer zu schrumpfen, um detailliert beurteilen zu können, wie Strukturen miteinander verknüpft sind.“

Virtalis entwickelt zusätzlich ein spezielles Modul in Visionary Render, mit welchem die Strömungssimulationen visualisiert werden können. Wir integrieren schon unsere neue VR-Fähigkeit in unsere Lehre“, sagt Professor Villwock, „da wir auch ein Trainingsprogramm zur Nutzung des VR-Systems entsprechend entwickeln müssen. Unsere Studierenden bekommen bereits einen ersten Einblick, wie sie in Zukunft mit VR arbeiten werden. Währenddessen nutzen unsere Industriepartner den Virtalis ActiveCube und die Software Visionary Render für Mock-Ups von Montageprozessen und die Visualisierung von Flüssen.“