FH Campus wien setzt vr strahlentherapie FÜR interaktive lernumgebung ein

FH Campus wien setzt vr strahlentherapie FÜR interaktive lernumgebung ein

Eine Kombination aus Virtalis ActiveWall und der Software VERT (Virtual Environment Radiotherapy Training) ermöglichen es, Strahlentherapiebehandlungen mittels VR Technologie zu lehren – ganz ohne Zeitdruck und Gefahr für die Patienten.

Führende Lehrkrankenhäuser weltweit, vor allem in Großbritannien, nutzen bereits das VERT-System, welches zuletzt am FH Campus Wien installiert wurde.

Die naturgetreue stereoskopische VR-Software lässt den Studenten in einen typischen Behandlungsraum im Maßstab 1:1 eintauchen und zeigt ihm einen virtuellen Patienten auf dem Behandlungstisch, mit dem Linearbeschleuniger darüber.

Der Student nutzt ein Steuerelement, das dem in der realen Welt eingesetzten genau entspricht, wobei dieses Steuerelement sowohl den virtuellen Tisch als auch den Linearbeschleuniger bewegen kann, um die korrekte Position des Patienten zu erreichen. Der Radiotherapiestrahl ist als virtueller Lichtstrahl sichtbar. CT-Schnittbilder, Organe und Dosisverteilungen im Körper, welche durch die Strahlentherapie verursacht wird, kann grafisch in 3D dargestellt werden.

Es ist die erste VERT Installation in Österreich. „Das Kernstück des Wiener VERT-Systems ist ein Christie Mirage WU12K-M“, sagt Sönke Dierking, Systems Team Manager bei Virtalis GmbH und verantwortlich für die Projektplanung. „Aktive Shutterbrillen ermöglichen die beste Kanaltrennung in der 3D-Visualisierung und eine Rückprojektion sei zudem wesentlich, da so keine Schattenbildung stattfinde. Dieses VERT System ist ein weiterer Beweis dafür, dass VR im Bereich des interaktiven Lernens tatsächlich angekommen ist.“

VERT ermöglicht eine lebensnahe 3D-Visualisierung von Patientenbestrahlungen und die Darstellung von Linearbeschleunigern von Varian, Elektra und Siemens.

Die VERT-Software wurde von dem mittlerweile verstorbenen Prof. Roger Phillips und James Ward von der University of Hull sowie Prof. Andy Beavis vom Hull & East Yorkshire Hospitals NHS Trust entwickelt und wird nun von Vertual Ltd. vertrieben. Als Distributor für die VERT-Systeme in der Region agierte das Schweizer Unternehmen Medincura aus Luzern. Medincura hat das VERT-System in ein komplettes Trainingssystem für Strahlentherapie integriert. Dieses Trainingssystem simuliert den typischen klinischen Workflow – Therapieplanungssystem (TPS) – Onkologisches Informationssystem (OIS) – Virtuelles Simulationssystem (ProSoma) – Behandlung (VERT).

David Mayerhofer, BSc, lehrt und forscht am Bachelorstudiengang Radiologie-Technologie der FH Campus Wien, mit rund 5.400 Studierenden. eine der größten Fachhochschulen des Landes. Er sieht die Vorteile vor allem im erhöhten Praxisbezug: „Die Studierenden lernen nicht nur die reine Theorie, sondern auch die praktische Anwendung der Strahlentherapie.” Anhand der verschiedenen simulierten Behandlungsräume könne so etwa korrekte PatientInnenpositionierung geübt werden. „Das ist enorm wichtig, da jede Positionsänderung zu einer anderen Verteilung der Strahlendosis führt,” so Mayerhofer.